Unsere Luftbefeuchter arbeiten überwiegend nach dem Prinzip der
adiabatischen Befeuchtung, bei dem Wasser fein zerstäubt und in den Luftstrom eingebracht wird. Während der Verdunstung wird der Luft Wärme entzogen. Dadurch steigt der Feuchtegehalt, während die Lufttemperatur sinkt. Je nach Anwendung wird dieses Prinzip mit
Nieder-, Mittel- oder Hochdrucktechnik umgesetzt.
In industriellen Anwendungen müssen Feuchteparameter dauerhaft präzise eingehalten werden. Deshalb analysieren unsere Experten bereits in der Projektphase alle relevanten
lufttechnischen und
prozessspezifischen Rahmenbedingungen.
Technischer Ablauf: - Wasseraufbereitung und Zuführung
Je nach System wird Frischwasser, Stadtwasser, Nutzwasser oder aufbereitetes Wasser zugeführt. - Druckerzeugung und Dosierung
Je nach System wird der erforderliche Betriebsdruck durch eine Pumpeneinheit erzeugt oder - wie bei Luftbefeuchter NETVAP® - direkt aus dem vorhandenen Versorgungsdruck bereitgestellt. Die Wassermenge wird entsprechend dem Befeuchtungsbedarf geregelt. - Zerstäubung im Luftstrom
Düsen erzeugen ein definiertes Sprühbild. Bei Hochdrucksystemen entstehen sehr kleine Tropfen, wodurch die Verdunstung beschleunigt wird. - Regelung und Absicherung
Sensorik, Druck- und Temperaturüberwachung, Spülprogramme sowie Schnittstellen zur Anlagensteuerung unterstützen den geregelten und überwachten Betrieb.
Die Auswahl zwischen
Hochdruckbefeuchter,
Mitteldruckbefeuchter,
Niederdruckbefeuchter und
Luftwäscher richtet sich nach dem Feuchtebedarf, dem Luftvolumenstrom, der Verdunstungsstrecke und den hygienischen Anforderungen. Für Anwendungen, bei denen eine isotherme Befeuchtung erforderlich ist, kommen alternativ
Heizstabbefeuchter oder
Elektrodendampfbefeuchter zum Einsatz. Unsere Projektingenieure legen diese Parameter auf die realen Betriebsbedingungen aus, damit die geforderte Befeuchtungsleistung und Feuchteregelung im vorgesehenen Anlagenbetrieb erreicht werden können.
Unsere
Hochdruckbefeuchter arbeiten je nach System mit Betriebsdrücken von bis zu
90 bar und zerstäuben Wasser fein in den Luftstrom. Dabei können
Tropfengrößen von etwa 5 µm erreicht werden. Die kleinen Tropfen vergrößern die spezifische Verdunstungsoberfläche und begünstigen dadurch eine schnelle Verdunstung im Luftstrom.
Während der Verdunstung wird der Luft Wärme entzogen. Dadurch entsteht ein
adiabatischer Kühleffekt, der insbesondere bei der Prozessluftkonditionierung und adiabatischen Kühlung genutzt werden kann.