Technische Lösungen
für reines Wasser

Wasseraufbereitung

Für den hygienegerechten Betrieb eines Luftbefeuchters sind gemäß Arbeitsstättenverordnung und Betriebssicherheitsverordnung die Betreiber verantwortlich.
Wichtige Hinweise hierzu liefert die VDI 6022 sowie die Betriebsanleitung des Luftbefeuchters. Danach sind Luftbefeuchter grundsätzlich so zu betreiben, dass eine Vermehrung von Mikroorganismen vermieden wird.
Die Feuchtbereiche innerhalb des Luftbefeuchters begünstigen eine mikrobielle Vermehrung. Um einem Anstieg der Gesamtkoloniezahl über den Grenzwert nach VDI 6022 zu verhindern, wird neben einer regelmäßigen Reinigung auch eine Wasserentkeimung empfohlen.
Die Einhaltung der Hygieneanforderungen ist dabei durch regelmäßige Überprüfungen (Hygienekontrollen/ Hygieneinspektionen) sicherzustellen und zu protokollieren.

Hygienegerechter Betrieb

Für einen hygienegerechten Betrieb werden daher an die Anlagenkomponenten sowie die Wartungsmaßnahmen besondere Anforderungen gestellt:

Qualität

Eingespeistes Wasser muss die
mikrobiologische Anforderungen
der Trinkwasserverordnung erfüllen

Zugänglichkeit

Gute Zugänglichkeit der
wasserbeaufschlagten Bereiche

> 48h Stillstand

Bei längeren Stillstandsphasen (>48h) muss die Befeuchterwanne einschließlich aller wasserführenden Komponenten vollständig entleert werden. Anlagen mit einer wirksamen Entkeimungsanlage sind von dieser Regelung ausgenommen

Gesamtkoloniezahl

Die Gesamtkoloniezahl im Befeuchterwasser muss unter 1.000 KBE/ml liegen

Verfügbare Ausstattungen

die je nach Anwendungsfall kombiniert werden können:

Manuelle/automatische Abschlämmung

Bei Umlaufwassersprühbefeuchtern (Luftwäschern) kommt es infolge von Wasserverdunstung und Schmutzpartikelauswaschung zur Eindickung des Umlaufwassers. Diese Aufkonzentration durch Fremdstoffe muss mittels einer Abschlämmvorrichtungen periodisch ausgeglichen werden, um eine Störung des Betriebes und übermäßige Verschmutzung zu verhindern.
Eine manuelle Abschlämmung ist daher Bestandteil jedes LAVAIR-Luftwäschers.
Der abgeschlämmte Wasserstrom wird entweder über einen Kugelhahn manuell eingestellt – manuelle Abschlämmung – oder entsprechend dem gemessenen Leitwert über einen motorangetriebenen Kugelhahn geregelt – vollautomatische Abschlämmung. Alternativ ist eine zeitintervallgesteuerte Abschlämmung – teilautomatisierte Abschlämmung – ohne Leitwertmessung verfügbar. 

Aus der automatisierten Betriebsweise ergibt sich der Vorteil einer bedarfsgerechten Abschlämmung. Schwankungen der Befeuchterleistung sowie des Schadstoffeintrags werden prozesssicher ausgeglichen, wodurch eine gleichbleibende Wasserqualität aufrechterhalten wird.

UV – Tauchstrahler

Die UV-Tauchlampen werden direkt unter Wasser innerhalb der Befeuchterwanne installiert. Somit wird der komplette Wanneninhalt simultan entkeimt. Je nach Wannengröße werden unterschiedlich viele UV-Tauchlampen installiert, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

UV – Reaktor

Die externe UV-Entkeimungsanlage besteht aus einem Edelstahl-UV-Reaktor mit innenliegender UV-Lampe, einer elektronischen Überwachungseinheit, einem UV-Sensor sowie einem Druck- oder Strömungsschalter.
Das Wasser wird mit Hilfe einer Umwälzpumpe aus der Wanne angesaugt, durch den Reaktor gefördert und danach wieder in die Wanne eingeleitet. Die Überwachungseinheit misst die UV-Strahlungsstärke sowie die Laufzeit der Lampe und gibt bei Überschreitung der maximalen Laufzeit oder Unterschreitung der minimal geforderten Strahlungsintensität eine Alarmmeldung aus.

Physikalische
Wasserentkeimung

UV-C Strahlung der Wellenlänge 254nm hat den besonderen Effekt die DNA von Bakterien und Viren so zu verändern, dass eine Reproduktion nicht mehr möglich ist. Im Gegensatz zu chemischen Verfahren zur Desinfektion entwickeln die Mikroorganismen gegen UV-Licht keine Resistenzen. Zudem kann UV-Licht nicht überdosiert werden.
Zu unterscheiden sind UV-Tauchstrahler und UV-Reaktoren.

Chemische
Wasserentkeimung

Der Einsatz der chemischen Wasserentkeimung ist die „Ultima Ratio“ zur Sicherstellung der Hygieneanforderungen. Zuvor sollten physikalische Entkeimungssysteme zum Einsatz kommen. Daher sollte die chemische Wasserentkeimung stets ergänzend zu diesen Systemen eingesetzt werden.
Als Biozid werden wahlweise Produkte auf Basis von Wasserstoffperoxid oder Chlordioxid eingesetzt. Die jeweils eingesetzte Dosierstation ist als Kombinationseinheit aus Abschlämmeinrichtung und Dosiereinheit ausgeführt. Die Zugabe von Wasserstoffperoxid erfolgt dabei rein zeitgesteuert. Die Chlordioxid-Zugabe hingegen erfolgt bedarfsgesteuert. Über eine Messzelle wird das im Wasser gelöste, freie Chlor ermittelt und entsprechend einem Vorgabewert geregelt.